Was kann Apples Fusion Drive sein?

Seit der Vorstellung der 2012er iMacs und Mac Mini gestern Abend treibt mich um, was das wohl sein kann.

Also stelle ich erstmal zusammen, was ich sicher weiß oder sicher vermuten kann.

  1.  nur für iMac und Mac Mini, nicht für die Macbooks
  2. mit 1 oder 3 TB für iMac und nur 1 TB für Mac Mini
  3. Ein Dateisystem mit automatischer Verteilung der häufig und der selten genutzten Dateien
  4. das ganze läuft auf Dateiebene
  5. die Voraussetzung ist in OS X bereits enthalten

Aus 1. kann man schließen, dass zwei Laufwerke gebraucht werden weil beide Systeme die Möglichkeit bieten.
Aus 2. dann, dass sowohl 2,5 als auch 3,5″ Laufwerke verwendet werden. Beim iMac wohl in Verbindung mit einer mS-ATA SSD und beim Mini vermutlich mit einer S-ATA SSD. Nach den Bildern vom inneren der neuen iMacs sehe ich da keinen Platz für zwei Festplatten.
Bei 3. wird es kitzlig. Es kann also kein Cache sein wie bei den Hybrid Festplatten oder auch bei Intels Flash Lösung die Windows beschleunigt. Die beiden Platten werden zusammengefasst und als ein Dateisystem dargestellt.
Bei 4. bin ich etwas verwirrt. Automatische Verteilung häufig oder selten genutzter Blöcke über verschieden schnelle und verschieden teure Datenträger kenne ich von den SANs. Aber das erfolgt auf Block- und nicht Dateiebene. In einem, großen, Netzwerkspeicher ist das auch enorm wichtig, die haben heute eigentlich alle eine „Three Tier“ Architektur aus Flash, SAS und S-ATA Platten. Manche auch noch mit SCSI und/oder Fiberchannel dazwischen. Häufig benötigte Blöcke werden da automatisch auf den schnelleren und selten benötigte auf den billigen Speicher verschoben.
Irgendwie macht Apple sowas mit Dateien, was in einem Desktop auch Sinn macht, kein Anwender setzt sich mit den Innereien eines Dateisystems auseinander.
5. bestätigt einen Teil meiner Vermutungen, seit Lion gibt es Core Storage was unter anderem einen Logical Volume Manager enthält. Damit ist z.B. die Verschlüsselung der ganzen Platte möglich statt vorher nur einzelner Verzeichnisse. Nicht so viel anders als LVM2 in Linux 🙂
LVM ist was anderes als RAID, das darf man nicht verwechseln. Allerdings arbeitet auch das nicht auf Dateiebene.

Ich bin jedenfalls sehr zuversichtlich, dass es da bald eine Hackintosh Variante gibt die man auch auf alten iMacs mit SSD und HD benutzen kann.

Links zum Thema:
Anandtech 
Mac Observer
fosketts.net

 

Update: das ging schneller als ich gedacht habe, das Wochenende ist damit verplant 🙂
Bau dein eigenes Fusion Drive 

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