Ein Apple freundliches Linux – die Hardware

Ich hatte schon vor ein paar Jahren eine Via Epia Kiste, die ich damals als digitalen Videorekorder benutzt habe. Irgendwann ist da ein Kondensator hoch gegangen und das Ding ist im Keller gelandet.
Beim aufräumen fiel mir die Schachtel wieder in die Hände und ich habe ein passendes Netzteil gesucht und ein Messgerät ran gehalten um herauszufinden was aus dem Spannungswandler eigentlich herauskommt. Nach meinen zugegeben unsachlichen Messungen, kommt das auf gute 50 Watt und reicht damit für ein neues Atom oder E-350 Board und eine Festplatte.
Weitere „Reste“ waren eine 750GB 3,5″ Festplatte und zwei DDR3 SO-Dimms aus meinem Macbook. Die SO-Dimms gaben dann auch den Ausschlag für das Intel D525mw Board, Grafikleistung brauche ich für meinen Zweck praktisch gar nicht und ein Monitor kommt auch nur zum einrichten dran.

Also hab ich mich ans basteln gemacht. Altes Mainboard raus, neues rein und Kabel verlegen. Da kam die erste positive Überraschung, das D525mw funktioniert auch mit dem alten 20poligen Stecker, der 24er ist da optional, und dann die erste negative. Das Board braucht wirklich den 12V P4 Stecker. Damit hatte ich nicht gerechnet, dass war eigentlich eine Lösung für den hohen Strombedarf der Pentium IV Prozessoren und der Atom ist ja eigentlich ein Pentium 3 und vor allem braucht er erheblich weniger Strom.
Gut, ein altes Netzteil mit P4 Stecker lag noch rum, einen Seitenschneider und Isolierband  habe ich auch, dann noch einen Molex Stecker von einem alten CPU Lüfter und lustig drauf los den P4 Stecker an die Stromversorgung fürs Floppy angetüdelt. Statt zwei mal 12V muss ein mal reichen, ist ja nur ein Atom 🙂
Hat es auch und das Provisorium hält jetzt schon zwei Monate. Irgendwann soll da mal eine PicoPSU den vorhandenen Morex Spannungswandler ersetzen, bis dahin läuft das gut. Aber ein Foto zeige ich davon nicht!

Hier die Materialliste:

  • Mini ITX Gehäuse Morex Cubid CB2699
  • Intel D525MW Mainboard
  • 2x Hynix DDR3-1333 SO-Dimm 2GB
  • Samsung Spinpoint f1 750 Fesplatte
  • Dehner STD 1207 Tischnetzteil

Dazu noch ein USB Stick für die Betriebssysteminstallation.

Mit etwas Glück kriegt man einen Miniserver für 250 Euro zusammen, weniger wenn man noch Reste rumliegen hat.
Irgendwann wird die Kiste dann mit zwei 1TB 2,5″ Festplatten statt der 3,5″ Platte ausstattet werden.
So wie er jetzt ist, braucht er ca. 20 Watt unter leichter Last als File und Webserver.

Die Sockencloud
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