Ein Apple freundliches Linux – Netatalk

Netatalk ist eine freie Version vom Apple Filing Protocol AFP.
Wie immer hole ich etwas weiter aus, freigegebene Ordner in Windows Netzen laufen auf SMB/CIFS, bei Unix NFS und bei Apple eben AFP. NFS ist für ein kleines Heimnetz ohne große Sicherheitsanforderungen zu Aufwändig, SMB in Form von Samba bietet sich an weil man ja doch immer noch irgendwo ein Windows hat, aber AFP hat ein paar Möglichkeiten die man über Samba nicht realisieren kann. Time Machine ist so ein Beispiel aber auch bestimmte Zusatzinformationen zu Dateien, Eigentümer, letzter Zugriff und so weiter und so fort. Dazu ist dann AFP noch besser beim Übertragen von großen Dateien.
Netatalk hat also ein paar Vorteile gegenüber Samba und der Aufwand hält sich auch in Grenzen.
Eigentlich gibt es gar keinen Aufwand, man installiert netatalk mit Yast und das war es dann. So richtig schick wird es aber erst mit etwas Handarbeit.

In /etc/netatalk/AppleVolumes.default habe ich die Zeile in der alle Home Verzeichnisse frei gegeben werden ein wenig geändert.

# The „~“ below indicates that Home directories are visible by default.
# If you do not wish to have people accessing their Home directories,
# please put a pound sign in front of the tilde or delete it.
~ „Maxdata-Home“ options:usedots,upriv volcharset:UTF8
#
# the user home directory

Die Tilde gibt automatisch alle Home Verzeichnisse an die entsprechenden Benutzer frei, mit „Maxdata-Home“ habe ich dem Verzeichnis einen besseren Namen gegeben, ich habe hier zwei Linux Büchsen laufen und so weis ich gleich welche ich gerade in den Fingern habe. Mit den options blende ich die .irgendwas Dateien aus, die sollen ja versteckt bleiben, mit upriv benutze ich die Unix Einstellungen für Benutzer, Gruppe und Rest der Welt und mit volcharset stelle ich den internationalen Zeichensatz ein den sowohl Linux als auch Apple benutzen können.

In /etc/avahi/services habe ich dann noch einen Service für die Freigaben angelegt, damit findet der Mac die über Bonjour und es gibt auch gleich noch das Icon vom Apple X-Serve im Finder 🙂

<?xml version=“1.0″ standalone=’no‘?><!–*-nxml-*–>
<!DOCTYPE service-group SYSTEM „avahi-service.dtd“>

<service-group>

<name replace-wildcards=“yes“>AFP auf Maxdata</name>

<service>
<type>_afpovertcp._tcp</type>
<port>548</port>
<host-name>maxdata</host-name>
</service>
<service>
<type>_device-info._tcp</type>
<port>0</port>
<txt-record>model=Xserve</txt-record>
</service>
</service-group>

Jetzt noch rcnetatalk start und rcavahi-daemon restart und der neue „Mac“ Server ist im Netz.

 

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